Hallo,

wer den Weg zu dieser Seite gefunden hat, der weiß vermutlich was er hier sucht. 

Für alle Anderen sei gesagt, dass es sich um eine Reaktion auf einen Wahlkampf-Flyer der SPD-Sottrum vom 10. September 2016 handelt:

Am Vortag zur Kommunalwahl 2016 wurde ein von Ute Witteczek, Bernd Leifholz und Wolfgang Beckold unterzeichneter SPD-Brief an die Haushalte verteilt, der sich im Inhalt weitestgehend nur gegen mich persönlich richtete.  Ähnlich wie sich die SPD nach eigener Aussage vor fünf Jahren über meinen Flyer geärgert hatte habe auch ich mich über dieses letzte Schreiben am Tag vor der Wahl sehr geärgert – natürlich. Fairer Weise habe aber auch ich den SPD-Brief am Samstagvormittag zu Hause in unserem Briefkasten vorgefunden und ich war ehrlich gesagt drauf und dran noch kurzfristig eine schriftliche Antwort zu formulieren. Davon bin ich aber schnell wieder abgewichen, da es mir doch etwas zu kindisch erschien, ich vielleicht auch im Eifer zu scharfe Worte gewählt hätte und sich die Fronten für die nächste Zeit unnötig verhärtet hätten. Am Ende lässt es mir aber doch keine Ruhe und es wurmt mich wirklich sehr, so dass ich nun nach der Wahl mit einigen Tagen Abstand die SPD-Darstellung selbst noch einmal an dieser Stelle kommentieren und zusätzliche Informationen liefern möchte, damit Sie/Du die einzelnen Aussagen besser einordnen können.

Fakt ist, das wir in unserem Wählergemeinschafts-Flyer weder direkt geschrieben haben, die SPD Ortsratsmitglieder dürfen im Ortsrat nicht Ihre eigene Meinung vertreten noch haben wir geschrieben, dass die SPD regelmäßig Beschlüsse blockiert hat. Das ist eine eigene SPD-Interpretation des Geschriebenen! Gemeinsam hatten wir Drei eigentlich auch das Gefühl, dass unser Flyer recht umgänglich und harmlos formuliert war und im Gegensatz zu anderer Wahlwerbung auch Inhalte hatte. Ich persönlich, auch mit dem Wissen wie übel das Ganze schlussendlich aufgenommen wurde, würde es Stand heute vielleicht noch etwas vorsichtiger formulieren. Hätten wir die SPD wirklich angreifen wollen, hätte es dafür durchaus Themen gegeben, die ich aber hier ganz bewusst nicht aufführen werde. Feststellen möchte ich aber doch auch noch, dass die SPD selbst Maßstäbe dafür gesetzt hat was sich gehört und was nicht. Hier möchte ich als Beispiel nur einmal an den „Sottrumer Ortsbürgermeister ein Wendehals?“-Titel auf einem SPD-Flugblatt vor einigen Jahren erinnern, der sich gegen den damaligen Ortsbürgermeister der CDU richtete. Es ist zwar nur eine Frage - aber gehört sich so etwas?

Abenteuerlich finde ich es wenn der Eindruck vermittelt wird, ich wäre nicht bereit ehrenamtliches Engagement hinreichend wertzuschätzen oder anzuerkennen, auch wenn das so natürlich nicht direkt geschrieben wurde. Bei den akribisch mit Datum aufgeführten Anträgen zu den Ortsratsmitteln ging und geht es mir darum, dass ich das uns zur Verfügung stehende Geld nicht mit der Gießkanne über eine Auswahl von Gruppen verteilen möchte, sondern gezielt und situationsbedingt für etwas Sichtbares und Greifbares für das Dorf, die Dorfgemeinschaft und am Ende dann auch wieder für die Vereine und Verbände ausgeben möchte. Das könnte ganz konkret zum Beispiel auch ein neuer Kicker für die Kinder- und Jugendfeuerwehr sein. Dabei nehme ich auch an, dass keiner von den in der Vergangenheit bedachten Vereine auf das Geld wirklich angewiesen war. Vernünftig erklärt glaube ich auch, dass Keiner ernsthaft böse sein wird wenn die finanzielle Zuwendung entfällt und stattdessen in anderer Form oder für etwas anderes für Sottrum investiert wird. Aktuell wird neben der genannten Kinder- und Jugendfeuerwehr ohnehin nur noch die Ortsgruppe des Sozialverbands Deutschland ehem. Reichsbund mit den 100,- Euro bedacht. Anfangs waren noch der MGV und der Singkreis mit auf der Liste. Diese Ausgaben sind aber natürlich mit Auflösung der beiden Vereine entfallen, die ich nebenbei bemerkt für Sottrum ganz ganz bitter finde – insbesondere die Auflösung des Männergesangsvereins, der mehr als 140 Jahre in Sottrum die Gemeinschaft und das Dorfleben mit geprägt hat, war der Tiefpunkt der vergangenen Legislaturperiode. Bzgl. der Unterstützung von Kinder- und Jugendfeuerwehr möchte ich auch noch sagen, dass diese beiden überhaupt nur deswegen mit bedacht werden, weil der Ortsbrandmeister mal freundlich nachgefragt hat – das ist nicht auf Initiative eines früheren Ortsrates entstanden. Es geht mir sicher auch nicht darum jemanden etwas wegzunehmen, es geht darum das Geld sinnvoll zu investieren, etwas damit zu machen was man sieht und nicht auf irgendwelche Vereinskonten Geld zu überweisen was den einzelnen Mitgliedern vielleicht gar nicht richtig transparent wird. Dargestellt bin ich nun aber als der Böse, der einfach Zuschüsse streichen will und das Ehrenamt nicht ausreichend wertschätzt. Aber es ist vielleicht viel einfacher Geld zu verteilen als sich zu überlegen, was Konkretes damit gemacht werden und das dann auch noch umsetzen zu müssen.

Am 17.03.2015 beantragte Adelhelm, den Spielplatz Soltgrund an den Mühlenberg … zu verlegen”. Ja in der Tat habe ich das getan und es hört sich so geschrieben wirklich abenteuerlich an. Das möchte ich zum besseren Verständnis daher kurz erläutern: Eines Tages ist mal jemand mit der Idee auf mich zugekommen, dass die Gemeinde doch einen der beiden ohnehin sehr dicht liegenden Spielplätze als Baugrundstück verkaufen könnte. Die Aufforderung mir darüber mal meine eigenen Gedanken zu machen ist dann in meinem Vorschlag gemündet, auf die Gemeinde mit der Anfrage zuzugehen zu prüfen, ob man den Spielplatz Soltgrund aufgeben, als Baugrundstück veräußern und das Geld zweckgebunden in die Herstellung eines neuen Spielplatzes auf dem Eckgrundstück Osterbergstraße/Sottrumer Straße investieren kann – natürlich an dieser Stelle mit entsprechender Einzäunung (in Großstädten gibt es schließlich auch Spielplätze). Das offensichtlich schwer an den Mann zu bringende Grundstück ist abfällig und bietet gerade deswegen Potential für einen schönen Abenteuerspielplatz und wir würden die Spielplätze im Ort dadurch besser verteilen. In diesem Zusammenhang sollte meiner Meinung nach gleich geprüft werden ob der Wendehammer am Mühlenberg über eine Treppe auf dem Spielplatz fußwegseitig angebunden werden kann. Nun gut, dieses Thema ist auch für mich vom Tisch, nicht zuletzt auch weil die Anlieger im Soldgrund nicht sonderlich erfreut über diesen Vorschlag waren und für mich auch private Freundschaften auf dem Spiel standen. Es wäre aber durchaus Wert gewesen, die Sache einmal näher zu beleuchten und zu prüfen, wozu es aber nicht gekommen ist.

So habe ich über die fünf Jahre verteilt verschiedene Themen betrachtet und zu einigen habe ich auch Anträge gestellt. 

2012 „Anhörung von Einwohnerinnen und Einwohnern zu einzelnen Beratungsgegenständen“, 

Ich kann nur vermuten, dass die SPD Aussage "... einige Anträge, die aus rechtlichen Gründen abzulehnen waren ..." sich auf diesen einen aufgeführten Antrag aus dem Jahr 2012 bezieht. Hierzu wäre interessant zu wissen welcher Experte diese rechtliche Bewertung vorgenommen hat.

2013 „Dorfgeschichte/ Heimatpflege Sottrum“, 

2014 „Konzeptvorschlag zur Nutzung des Obergeschosses im neuen Feuerwehrhaus“, 

2015 „Spielplatz Soltgrund/Mühlenberg“,

2015 „Fußwegverbindung Kampstraße – Langer Dooren“.

Die kritisierten Anträge zur Verteilung der Ortsratsmittel erfolgten nicht schriftlich.

Eine Hand voll Anträge in fünf Jahren scheint dabei auf den ersten Blick recht übersichtlich aber würde man betrachten was von den beiden Parteien in dieser Zeit an eigenen Ideen/Vorschlägen eingebracht wurde muss ich gestehen, dass dort nur wenig erwähnenswertes zu finden ist.

Zur Bürgermeisterfrage möchte ich nur soviel sagen, dass ich mir ganz ehrlich gewünscht hatte und es Ihm auch so gesagt habe, dass sich Wolfgang noch eine weitere Periode für dieses Amt zur Verfügung stellt. Meine Unterstützung hätte er gehabt. Nun ist es aber leider nicht so gekommen und nach seiner Ankündigung diesbezüglich habe ich mir selbst lange Gedanken dazu gemacht und geschaut wie sich die beiden Parteien positionieren und neu ausrichten - schlussendlich haben wir auch ein Stück weit aus diesem Grund dann die Wählergemeinschaft gegründet. Auch wenn ich selbst sicherlich nicht meinem ganz persönlichem Idealbild von einem Ortsbürgermeister entspreche, bin ich nach dem Wahlergebnis vom Sonntag und dem Zuspruch, den ich von vielen Seiten erhalten habe, bereit dazu, bei der Wahl zum Bürgermeister am 8. November zu kandidieren und hoffe dafür eine Mehrheit zu finden.

Detlef Adelhelm

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In den kommenden 5 Jahren werde ich hier an dieser Stelle eine Art kleines Logbuch veröffentlichen/pflegen, dass es ermöglichen soll einen Einblick in die Arbeit des Ortsrates Sottrum zu erhalten. Darüber hinaus werde ich hier auch auf Veranstaltungen im Ort hinweisen. Es wird sich dabei aber nicht um eine offizielle Informationquelle von Ortsrat oder sonstiger öffentlicher Stelle handeln. 

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Inhaltlich verantwortlich: Detlef Adelhelm, Martin-Luther-Str. 4a 31188 Holle